Crynodeb
Nachdem die Archäologie in erster Linie nach Daten sucht, die zum Zeitpunkt, an denen man sie sucht, noch im Verborgenen gelegen sind, spielt der Zufall in der archäologischen Erkenntnis eine bedeutende Rolle. Dank moderner Prospektionsverfahren lässt sich zwar oft mit einiger Genauigkeit vorhersagen, was ungefähr das sein wird, was man finden wird. Aber was genau man findet, als auch die Qualität und wissenschaftliche Aussagekraft der Daten, die man im Feld aufzeichnen kann, kann man in der Regel nicht vorhersagen. Versucht man also archäologische Forschungsfragen, insbesondere solche höherer Ordnung, zu beantworten, ist man zu einem nicht unbeträchtlichen Maß auf glückliche Zufälle angewiesen.
Das Problem der Zufallsgebundenheit archäologischer Erkenntnis wird noch zusätzlich dadurch verschärft, dass die primäre Quelle der Archäologie – der ›ungestörte‹ Erdboden mit den in ihm abgelagerten Spuren historischer Prozesse – stets akut gefährdet ist. Sei es durch Baumaßnahmen, land- und forstwirtschaftliche Bodeneingriffe, die Aktivitäten von SchatzsucherInnen oder auch natürliche Prozesse wie Erosion, Bioturbation und physikalische und chemische Veränderung des Bodens: die Quellen archäologischer Erkenntnis werden stetig (und mit sich beschleunigender Geschwindigkeit) zerstört. Zufällige Entdeckungen oder gar die unentdeckte Zerstörung archäologisch signifikanter Bodenstörungen sind dabei generell als weniger glückliche Zufälle zu betrachten: selbst im besten Fall gehen regelhaft aufgrund der äußeren Umstände des Entdeckungsprozesses maßgebliche Informationen verloren; und selbst bei Notmaßnahmen wie Rettungsgrabungen wird zwingend aufgrund der Natur der gesetzten Forschungshandlungen nicht auf die Beantwortung von Forschungsfragen höherer Ordnung abgestellt, sondern einfach nur ›Basisdaten‹ aufgezeichnet.
In diesem Beitrag soll die Rolle des Zufalls im archäologischen Erkenntnisprozess betrachtet und Vorschläge zur Reduktion unglücklicher und Maximierung glücklicher Zufälle gemacht werden.
Das Problem der Zufallsgebundenheit archäologischer Erkenntnis wird noch zusätzlich dadurch verschärft, dass die primäre Quelle der Archäologie – der ›ungestörte‹ Erdboden mit den in ihm abgelagerten Spuren historischer Prozesse – stets akut gefährdet ist. Sei es durch Baumaßnahmen, land- und forstwirtschaftliche Bodeneingriffe, die Aktivitäten von SchatzsucherInnen oder auch natürliche Prozesse wie Erosion, Bioturbation und physikalische und chemische Veränderung des Bodens: die Quellen archäologischer Erkenntnis werden stetig (und mit sich beschleunigender Geschwindigkeit) zerstört. Zufällige Entdeckungen oder gar die unentdeckte Zerstörung archäologisch signifikanter Bodenstörungen sind dabei generell als weniger glückliche Zufälle zu betrachten: selbst im besten Fall gehen regelhaft aufgrund der äußeren Umstände des Entdeckungsprozesses maßgebliche Informationen verloren; und selbst bei Notmaßnahmen wie Rettungsgrabungen wird zwingend aufgrund der Natur der gesetzten Forschungshandlungen nicht auf die Beantwortung von Forschungsfragen höherer Ordnung abgestellt, sondern einfach nur ›Basisdaten‹ aufgezeichnet.
In diesem Beitrag soll die Rolle des Zufalls im archäologischen Erkenntnisprozess betrachtet und Vorschläge zur Reduktion unglücklicher und Maximierung glücklicher Zufälle gemacht werden.
| Cyfieithiad o deitl y cyfraniad | Serendipitous and less serendipitous happenstance in the process of archaeological scientific discovery |
|---|---|
| Iaith wreiddiol | Almaeneg |
| Teitl | Zufall und Wissenschaft |
| Is-deitl | Interdisziplinäre Perspektiven |
| Golygyddion | Christian Bachhiesl, Sonja Maria Bachhiesl, Stefan Köchel, Bernhard Schrettle |
| Cyhoeddwr | Velbrück Wissenschaft |
| Tudalennau | 145-169 |
| ISBN (Argraffiad) | 9783958321977 |
| Statws | Cyhoeddwyd - Ion 2020 |
| Digwyddiad | Tagung "Zufall und Wissenschaft" - University of Graz, Graz, Awstria Hyd: 8 Tach 2018 → 10 Tach 2018 https://events.uni-graz.at/de/detail/article/zufall-und-wissenschaft-2/ |
Cynhadledd
| Cynhadledd | Tagung "Zufall und Wissenschaft" |
|---|---|
| Gwlad/Tiriogaeth | Awstria |
| Dinas | Graz |
| Cyfnod | 8/11/18 → 10/11/18 |
| Cyfeiriad rhyngrwyd |
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Meillionydd : A Late Bronze and Iron Age double ringwork enclosure in northwest Wales
Moeller, K. & Karl, R., 27 Tach 2019, Rural Settlement: Relating buildings, landscape, and people in the European Iron Age. Cowley, D. C., Fernandez-Götz, M., Romankiewicz, T. & Wendling, H. (gol.). Sidestone Press, t. 179-190Allbwn ymchwil: Pennod mewn Llyfr/Adroddiad/Trafodion Cynhadledd › Pennod › adolygiad gan gymheiriaid
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